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Sunu musste nun seine Leute aufteilen. Ein Teil begleitete den Adel und ein Teil blieb, auf die Königin wartend, vor dem Tempel zurück. Das Betreten von gewissen Tempelbezirken war erlaubt, aber die innersten Räume und das Allerheiligste, welches das Abbild des Gottes enthielt, durfte nur der Pharao oder dessen Stellvertreter betreten. So warteten die Medjay geduldig in den äußeren Tempelbezirken, den Schatten der breiten Säulen und Mauern nutzend, da die frühe Sonne bereits heiß herniederbrannte.
Eine ungewollte Ehre
Inzwischen hing die gleißende Scheibe des Sonnengottes Re am strahlend blauen Himmel über der Stadt und in der glühenden Mittagshitze hatten sich die Menschen - ob vornehmer Adel oder schlichter Arbeiter - in den Schatten ihrer Häuser zurückgezogen. Sunu wartete auf einer in die Wand eingelassenen Marmorbank in der kühlen säulenbestandenen Vorhalle zum Arbeitszimmer des Stadthalters und Hauptmanns von Jebu. Erleichtert hatte er vor geraumer Zeit die Königin nebst tragbarem Thron, Trägersklaven und Wächtern dem vor seiner Villa schwitzend wartenden Stadtoberhaupt Nakht übergeben. Nun musste er, nachdem Hatschepsut samt Hofstaat und Dienerschaft zu aller Zufriedenheit untergebracht war, diesem seinem Vorgesetzten einen Bericht abgeben und dann auf weitere Order warten. Gelangweilt betrachtete Sunu die leuchtenbunten Wandgemälde, welche Nakht bei allen möglichen vorteilhaften Tätigkeiten zeigten: Da war ein Bild von Nakht bei der Jagd zu Wasser, auf dem er im Schilf am Rande des Flusses einem wild blickenden Nilpferd mutig vom Boot aus mit dem Speer den Todesstoß versetzte. …
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