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…  Und wenn nächstes Mal nicht sofort Bericht erstattet wird.... “ Die Drohung ließ der Leutnant in der Luft hängen und setzte dann seinen Weg fort. Nachdem sie ein paar Flure überquert hatten, kamen die beiden Männer in einen hell erleuchteten Vorraum. Dieser hatte schon enorme Ausmaße, war aber noch klein im Vergleich mit dem Sonnensaal, den sie nun durch eine doppelflüglige Tür betraten. Geblendet kniff Sunu die Augen zusammen. Die Abendsonne warf noch ihre letzten rotgoldenen Strahlen durch die hohen Säulen auf der gegenüberliegenden Seite des Saales, welche freien Durchgang zum Garten gewährten, und ihr gedämpftes Licht wetteiferte mit Tausenden von Wachskerzen, Öllämpchen und Fackeln. Das ganze vielfache Lichtspektakel wurde wieder zurückgeworfen von unzähligen goldenen Sonnenscheiben, welche die Wände zierten. Der Sonnensaal trug seinen Namen zu Recht. Selbst der Boden und die Decke waren mit Mosaiken verziert, die goldene Sonnen, silberne Monde und Sterne auf blauem Hintergrund darstellten. Zwischen den Re-Scheiben an den Wänden waren die üblichen Götter– und Jagdszenen dargestellt, wobei das immer wiederkehrende Papyrusschilf versilbert war und ebenfalls die Strahlen des Lichtes spiegelte. Langsam betrat Sunu also den Raum, sich hinter Hui haltend, der ihm den Weg durch die Menschenmenge wies. Eine Dienerin hielt sie auf, um Sunu einen mit Parfüm gefüllten Wachskegel auf den Kopf zu setzen. Unwillig verzog dieser das Gesicht, ließ sich aber um der momentanen Mode willen das unbequeme Ding befestigen. Hui ließ dieselbe Prozedur über sich ergehen, ehe er weiterging. Sie erreichten das hintere Ende des Saales. Ähnlich wie im Audienzraum, gab es auch hier eine erhöhte Estrade, auf der niedere Tische aufgestellt waren, an denen die Königin, ihr Halbbruder und ihre nächsten Hofleute auf Sitzkissen Platz genommen hatten. Sunu ließ flüchtig seine Blicke darüber schweifen. Mit an der Tafel saßen natürlich auch Hapuseneb, Gaza, zwei ihm unbekannte Männer und ein paar Hofdamen. Hui bugsierte Sunu an einen Tisch, unterhalb der Estrade. Im ganzen Saal waren solch kleine Tische verteilt, neben denen man auf niederen Kissen auf dem Boden Platz nahm. Die Tafeln bogen sich unter den wunderbarsten Köstlichkeiten auf goldenen Tabletts. Da gab es gebratene Täubchen, Ente und Gans. Auch Nilpferdfleisch und sogar Rind, das nur den Adligen vorbehalten war, lag hier in Mengen herum. Natürlich fehlten auch nicht kandierte Früchte und allerlei Süßigkeiten. …
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