… Blätter und Nadeln wurden aufgewirbelt, dann hob sich das Schiff wie ein Schatten zwischen den Bäumen empor. Die Tarnvorrichtung funktionierte einwandfrei, aber das Regenwasser lief nach allen Seiten über den Schirm herunter und machten die Umrisse sichtbar.
Ein heftiger Sturm fegte ihnen entgegen, Zweige knackten. Krissy schmiegte sich an Tom und winkte. Sie wusste, dass die zwei im Cockpit sie sehen konnten. Endlich hatte sich das mechanische Monster über die Wipfel der Bäume erhoben. Ein letztes Mal noch blinkte ihnen die Schiffsleuchte zum Abschied entgegen, bevor es in der schwarzen Regennacht verschwand.
Dunkle Wolken verhüllten Mond und Sterne, nur hin und wieder erhellte ein Blitz die Umgebung, so dass man sich orientieren konnte. Grollende Donner übertönten das unheimliche plätschernde Wassers. Ihre Hände hielten sich fest umschlungen. Jetzt war wieder alles wie immer und sie beide inzwischen nass bis auf die Haut.
So weit konnte es bis zum Weg nicht mehr sein. Tom ging voran, während Krissys nackte Füße nach ihm über den nassen Waldboden tasteten. Es fühlte sich toll an.
Unaufhörlich strömte Regen und obwohl es nicht kalt war fröstelte Krissy. Unheimlich im Dunkeln.
Mit einem Mal verlor Tom das Gleichgewicht und rutschte. Sie versucht ihn zu halten, aber es half nichts. Mit einem heißeren Schrei folgte sie ihm unfreiwillig.
Nach wenigen Augenblicken war die Rutschpartie zu ende. Krissy spürte das Wasser der Pfütze, dann konnte sie Tom ertasten. Er saß neben ihr im Schlamm. Ein Blitz erhellte die Szenerie und das genügte, um sich ein Bild der Lage machen. Krissy musste lachen. Das sah ulkig aus. Tom gab ihr einen Kuss auf den Mund und half ihr beim Aufstehen. Zum Glück konnten sie sich nicht sehen. Krissy tropfte am ganzen Leib. „Warum mussten wir den Waldweg gerade an dieser steilen Stelle finden?“, meinte Tom nicht ganz ohne Ironie und umarmte sie. Seine Hände fühlten ihr durchnässtes schwarzes Kleid, doch mit seiner Kleidung sah es nicht besser aus.
Krissy schüttelte sich. „Solche mit Wasser gefüllten Spurrinnen haben eben etwas anziehendes.“ Arm in Arm machten sie sich auf den Weg und während Krissys Füße das Wasser und das weiche Erdreich genossen, spürte ihr Arm den festen Griff seiner Hand. Gemeinsam würden sie bald Zuhause sein und dieses Desaster hatte ein Ende.
...
Es regnete in Strömen.
Kevin hatte Mühe das Schiff sicher durch die Gewitterwolken zu steuern. Der Abschied rückte auch für ihn mit jeder Sekunde näher. …
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