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Leider hielt mein guter Vorsatz, den Museumsvorfall abzuhaken nicht allzu lange an. Fantasie hin, Realität her – das griechische Bild ließ mich, obwohl ich es wirklich zu verdrängen versuchte, nicht mehr los. Als ich dann am folgenden Samstag wieder in der Stadt war, zog es mich wie magisch zum Museum hin. Dieses Mal herrschte strahlender Sonnenschein. Es war ein ausnahmsweise schöner Märztag. Zögernd lungerte ich eine Weile vor dem Eingang herum und ein warnend den Finger erhebender Alex erschien vor meinem inneren Auge. Ich trat nervös von einem Bein auf das andere und etliche Passanten schauten mich schon zweifelnd an. Egal wie sehr ich es versuchte, irgendwann konnte ich dem Drang nicht mehr widerstehen, ging freundlich grüßend an dem Museumswärter vorbei und wandte mich diesmal zielstrebig dem Ende des Ganges zu, wo „mein“ Bild hing. Erwartungsvoll nahm ich auf dem Stuhl Platz und mir schien das Bild heute noch eindrucksvoller als das letzte Mal: noch düsterer wirkte die Höhle des Stiergottes, noch unheimlicher leuchtetendie roten Augen der Bestie aus der Dunkelheit. Ich sah die mächtigen Schatten der gewundenen Hörner matt schimmern. …
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