Kapitel 14
Nervös zog Summersby ein großes, weißes Spitzentuch aus seinem Jackett und wischte sich fahrig die Schweißtropfen von der Stirn. „Was willst du?“ Seine Stimme war hoch und piepsig. Aber Sam hatte nicht vor, sich ein weiteres Mal von seiner harmlosen Gestalt täuschen zu lassen. Bereits einmal hatte er sie überrumpelt. Und dass er keinesfalls harmlos war, davon zeugten die Körper der Mädchen und Jungen hinter ihm. „Ich habe dein Buch.“ Summersby sah sich hektisch um. „Wo?“ „Wir verhandeln.“ Summersby höhnte sie an. „Verhandeln? Worüber? Glaubst du, du könntest mir weismachen, du würdest einfach so gehen und niemandem erzählen, was du hier vorgefunden hast?“ Er bleckte die Zähne. „Du, du ... Warum bist du hinter mir her? Ist deine Tochter oder dein Sohn dabei?“ Seine Hand wedelte über das Chaos von Extremitäten schräg hinter ihm. Sam ließ sich auf das Gespräch ein, vielleicht ließ er sich aus der Reserve locken. „Alle diese Kinder, sind meine Kinder.“ „Blödsinn“ „Wenn du meinst ...“ „Wo ist das Buch?“ „Sicher verwahrt.“ „Gib es mir!“ Sam lachte kalt. „Wir verhandeln.“ Summersby machte einen Schritt auf Sam zu. Sam ruckte an Danielles Körper. Sofort stand wieder Panik in Summersbys listigen Schweinsäuglein. „Sachte, sachte ...“ beschwichtigend hob er die Handflächen. „Wir verhandeln.“ „Du beantwortest mir ein paar Fragen.“ Summersby blickte gierig auf Danielle. „Und dann, gibst du sie mir? Und das Buch?“ Sam nickte bedächtig. „Dann lässt du mich gehen. Niemand wird etwas von deinem Hobby erfahren. Bau dir eine neue Sammlung auf.“ Sam zuckte mit den Schultern. „Ist mir egal.“ Summersby wischte sich wieder mit dem weißen Tuch über die Stirn. Er schloss die Augen. Sein Gesicht wirkte angespannt konzentriert. Mit zusammengekniffen Augen starrte er Sam an. …
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