Showtime
Andrea Braun
(empfohlenes Mindestalter ab 18 Jahren)
Kapitel 1
Sie erwachte mit elenden Kopfschmerzen und einem metallischen Geschmack im Mund. Langsam schlug sie die Augen auf. Gott, wie ihr der Kopf dröhnte, als ob tausend kleine Nägel von innen in ihre Schädeldecke getrieben wurden. Vorsichtig versuchte sie, sich zu bewegen. Arme und Beine wollten ihr nicht gehorchen, dumpf registrierte sie einen Widerstand an Hand- und Fußgelenken. Sie saß auf einem Stuhl. Ihre Füße waren mit dicken Stricken zusammengebunden.
Ihre Arme hinter der Rückenlehne des Stuhls gefesselt. Sie biss die Zähne zusammen und versuchte, mit dem linken Zeigefinger die Fesseln ihres rechten Handgelenkes abzutasten. Sie schloss die Augen und befühlte einen dünnen Plastikstreifen – Kabelbinder.
Sie seufzte und setzte sich vorsichtig etwas aufrechter hin. Ihre Nackenmuskulatur brannte, in den Schultergelenken breitete sich ein pochender Schmerz aus. Wahrscheinlich war ihr während der Bewusstlosigkeit ihr Kopf nach vorne, auf die Brust gesunken. In dieser Position musste sie einige Zeit verbracht haben – wie lange war ihr nicht klar. Anscheinend lange genug, dass die Sehnen und Muskeln in ihrem Nacken und ihren Schultern überlastet protestierten.
Behutsam drehte sie den Kopf langsam nach rechts und links, um ihre Muskulatur zu lockern und sah genauer hin. Sie war vollständig bekleidet – gut, das war doch mal ein Lichtblick am Horizont.
Ein falsches Grinsen stahl sich in ihre erschöpften Gesichtszüge. Der Typ, der sie in diese Situation gebracht hatte, war nicht an ihren körperlichen Vorzügen oder an ihr als Sexualobjekt interessiert. Sie lachte nervös. Ihr Lachen hallte hart in ihren Ohren nach, sie zuckte unwillkürlich zusammen und wurde durch ein scharfes Stechen in ihrer Nackenmuskulatur belohnt.
In diese Situation hatte sie kein potenzieller Vergewaltiger gebracht, sondern Constantine Summersby. Constantine Summersby – ihr Verstand kaute auf diesem Namen, wie auf einem zähen, sehnigen Stück Fleisch. Bei dem Gedanken an diesen Mann spürte sie, wie glühend heiß Wut in ihr hochstieg. Allein der Gedanke an ihn verursachte vor lauter Ekel Übelkeit. Dieses Schwein beschäftigte sich nicht mit Erwachsenen, seine Spezialität waren unschuldige Kinder. Ihre Wut drohte sie von innen her zu verbrennen und zornig riss sie an ihren Fesseln. Belohnt wurde sie mit einem unangenehmen Brennen auf der Haut, wo Seile und Kabelbinder über ihre wunde Haut scheuerten. …
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