Der beschissene Kabelbinder ließ sich immer noch nicht durchtrennen, voller Ungeduld führte Sam heftigere Auf- und Abwärtsbewegungen durch und schnitt sich schmerzhaft in den Ballen des rechten Daumens. Sie fluchte und war versucht, das Skalpell auf den Boden zu pfeffern. Verzweiflung und der Wunsch einfach aufzugeben schlichen sich triumphierend und dunkel in ihren Kopf. Sie ermahnte sich erneut zur Ruhe, atmete tief ein und stieß die Luft langsam aus. Sie durfte sich nicht von düsteren Ängsten überfluten lassen und versagen – versagen, wie sie es bei Jessica getan hatte. Wieder brachte sie die Kabelbinder auf Spannung und führte das Skalpell in kurzen gleichmäßigen Bewegungen rauf und runter. Im Gleichklang des leisen Ritschratschs glitten Sams Gedanken wieder in ihre Vergangenheit. Bei dem Gedanken an Jessica hatte sie einen Kloß im Hals, das Atmen fiel ihr schwer und es schossen ihr heiße Tränen in die Augen. Hätte sie damals geahnt, dass ihre Entscheidung für Mexiko solch tragische Ausmaße annehmen würde, hätte sie Smittis Angebot abgelehnt und sie wäre heute nicht in dieser beschissenen Situation und ... und Jessica würde noch leben. Die Bilder von damals standen gestochen scharf vor ihrem inneren Auge und quälten sie so, dass ein unkontrolliertes Wimmern über ihre Lippen kam. …
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