Showtime
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Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
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Kapitel 4


Sam wurde in ihrer Arrestzelle persönlich von Miguel abgeholt und zum staatlichen Gefängnis von Tijuana verfrachtet. Auf der Fahrt dahin, sprach Miguel zunächst kein Wort. Nach 10 Minuten hielt er an und löste ihre Handschellen. Die Fußfesseln entfernte er nicht. Als er die Fahrt fortsetzte, erklärte er ihr, dass ihm das Risiko zu hoch wäre, dass Sam die Möglichkeit einer Flucht nutzen könnte. Dann würde er sich kurz vor der Wahl lästigen Reporterfragen aussetzen müssen und zugeben, dass er im Job versagt hätte. Keine gute Empfehlung für seine Neuwahl. Nach ca. einer Stunde bog er von der Hauptstraße ab und fuhr einen abseits gelegenen Parkplatz an. Er öffnete Sam die Tür und hielt ihr wortlos eine angezündete Zigarette hin. Sam nahm sie dankbar an, ihre erste Zigarette nach, wie es ihr vorkam, endlosen Stunden. Die letzte Zigarette hatte sie in der Gartenlaube geraucht. Es kam ihr vor wie eine Ewigkeit, wie ein Abschnitt aus einem völlig anderen Leben. Miguel hielt ausreichend Abstand zu Sam, damit sie ihn nicht mit der brennenden Zigarette verletzen konnte. Sam grinste, er war mit Sicherheit ein ausgeschlafener und erfolgreicher Gesetzeshüter auf den Straßen Mexikos gewesen. Miguel lief vor Sam auf und ab, wie ein gefangener Tiger im Zirkus. In abgehakten Worten erklärte er ihr, dass sie auf dem Weg zu dem einzigen gemischten Knast von Mexiko wären. Aus der Not heraus war die Regierung gezwungen, Insassinnen des staatlichen Frauengefängnisses vorübergehend im Staatsgefängnis von Tijuana unterzubringen, bis das marode Gebäude des Frauenknastes renoviert und von der Bauaufsichtsbehörde wieder freigegeben wurde. Zum einen hatte Miguel dieses Gefängnis ausgewählt, weil der Direktor ein landesweit bekanntes korruptes Schwein sei, zum einen, weil allseits bekannt war, dass es ausgesprochen hart in diesem Laden zuginge und das gerade die Frauen dort nicht viel zu lachen hätten. Den Spitznamen des Direktors flüsterten alle nur hinter vorgehaltener Hand, La Mortida, das Schmiergeld. Als Sam ansetzte, um zu protestieren, schnitt ihr Miguel das Wort ab. Er habe nach außen hin glaubhaft machen müssen, dass er ihr etwas Schlimmeres als den Tod antun könne, das sei er seinem Ruf als knallharter Vorgesetzter schuldig gewesen. Er schloss seinen hektischen Vortrag mit den Worten „So läuft das hier in Mexiko. So, wie du aussiehst, wirst du schon klarkommen. Lass dich vögeln und biete deinen Körper den Männern an, die dir in deiner Situation nützen können. …
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