Als er am Heimgehen war, wurde er plötzlich sachlich, sein Tonfall änderte sich, und es klang mehr als unwirsch, wie er sich so auf meiner Lehne aufstützte, als er sagte : "Ich möchte nicht, dass meine Tochter zu ihnen zieht und sie bis ans Ende ihrer Tage pflegt.
Anna ist noch ein junges Ding und will dies aus einer Art Gewissensberuhigung tun, weil sie annimmt, dass ich bloss dank ihrer Mithilfe gerettet worden bin. Meine Frau und ich treten demnächst eine mehrwöchige Schiffsreise an, und wir haben Anna verboten, in unserer Abwesenheit einen solchen Schritt der Selbstaufopferung zu tun. So -und hiemit habe ich auch ihnen nahe gelegt, von sich aus auf ein derartiges Opfer zu verzichten.
Meine Tochter geht ja sonst an ihrem wahren Leben vorbei. Bitte beherzigen sie das -und denken sie nicht nur an sich.
Also dann -auf Wiedersehen, Kollege. Und alles Gute für die Zukunft".
Im Nachhinein freute ich mich, so gar nicht eingegangen zu sein auf seine letzten Worte.
Ich lernte Minuten schätzen, Stunden und Tageslängen.
Ich begann, mir neue Interessen zu schaffen, ohne mich des gezielten Selbstbetrugs allzu sehr zu schämen.
Ich war auf dem besten Wege, mich in der Zeit zu bescheiden.
Als Anna eines Tages dann doch vor mir stand, mußte ich mich sehr zusammennehmen, um bei dem einfachen Satz nicht zu stottern : "Gehen sie bitte zur Nachbarin und sagen sie ihr, dass sie heute nicht mehr für mich einkaufen gehen soll".
Annas einfühlsames Lächeln war der Beweis dafür, dass es mir gelungen war, Sicherheit zu zeigen.
Werde ich ihr je sagen können, dass ich damals vom Fenstersims hinunter gesprungen bin und ihren Vater zurück gelassen habe ? Und dass er knapp danach von einem Feuerwehrmann auf dem Rücken hinunter geschleppt und damit gerettet worden ist ? Aber vielleicht wird sie das gar nicht sonderlich interessieren...
Ein Zo - ocktail
Nach langem war ich wieder zu einem solchen eingeladen worden, somit begab ich mich voll Freude zu diesem Treffen, das schon ob der Verschiedenartigkeit der Teilnehmer fröhlich zu werden versprach.
Für diesen Nachmittag waren also sämtliche Käfigtüren aufgesperrt, und so versammelte man sich auf der weiten Wiese bei herrlichem Sonnenschein.
Ja, wen konnte man da schon sehen ! Drei überpünktliche Giraffen, einen auf einem Baumstumpf lehnenden Bären, der ein Rehlein leise beschwatzt. Eine Kuh starrt mich treuherzig an, als ich sie ebenfalls lange mustere, springt sie urplötzlich um die eigene Achse herum, dass das Euter nur so pendelt. …
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