Jedenfalls habe ich daher gepaßt.
Vielleicht haben ja die anderen auch nicht gewußt, wer sie eigentlich sind...
Der Zo-ocktail war also vorüber.
Am Wiesenrand sprach ich noch ein edles Pferd an und bot mich an, es zu seinem Stall zu bringen.
Es scheute ein wenig, schaute mich recht skeptisch an und erwiderte ein leises "Ja, aber...", was nicht gerade als Freudengewieher auszulegen war.
Als wir dann in meinem Gefährt saßen, und ich meine PS mit dem Fuße spielen ließ, flüsterte ich zu dem für mich viel zu edlen Geschöpf hinüber : "Schön war´s - nicht wahr !?" und ließ meine Napflippen leicht über die prachtvolle Mähne der Stute gleiten, worauf sie mit Schnauben und leichtem Hufescharren antwortete, was ich wiederum als Wohlfühlenskundgebung auslegte. Und da ich ein stark ausgeprägtes Echowesen bin - aber jetzt Schluss damit - - - !!! Denn das gehört nicht mehr zum Zo-ocktail, sondern schon ganz eindeutig schon zum Zoo- Bettgehen !
Zwei Welten
Der eine Raum war der, wo stets Höflichkeit und liebenswürdige Behandlung ausgestrahlt wurden, der andere war ein Demütigungsplatz, eine Bastion der Geringschätzung. Dort kam man fröhlich und zufrieden mit einem Paket unterm Arm heraus - da wurde man immer grob hinauskomplimentiert, meist auch noch mit Schimpfkanonaden bedacht.
Es war dies "Lothar Klingel´s Ein- und Verkauf von Bekleidung aller Art".
Die beiden Räume waren durch eine große braune Tür miteinander verbunden, die selten, und wenn, dann nur für wenige Momente geöffnet wurde, nämlich nur, wenn Klingel oder sein Angestellter Fiedler vor den Augen der Kundschaft von einem Raum zum andern mußte. Diese Tür war somit auch die Barriere zwischen freundlichem und gehässigem Ton.
Klingel ging nie auf Urlaub, schon deswegen nicht, weil man in dieser Zeit keinen Umsatz machen konnte. So stand er - Sonn- und Feiertage ausgenommen - tagtäglich seine zehn Stunden im Geschäft, in einem bodenlangen Cloth-Mantel, mit randloser Brille auf der Knollennase und mit einer knapp über die buschigen Augenbrauen reichenden Pullmann-Kappe. Sein ebenfalls schwarz gekleideter Adlatus mit dem Ausehen und den zuckenden Bewegungen eines Pinseläffchens hatte jedoch einmal im Jahr Anspruch auf zwei Wochen Urlaub - und er machte auch Gebrauch davon.
Sehr zu Klingels Missbilligung, denn da mußte er sich selbst um beide Räume gleichzeitig kümmern.
Just zu dieser Zeit machte es uns Oberstufen-Gymnasiasten einen besonderen Spass, den meist in der Verbindungstür postierten Klingel zu besuchen und sein gespaltenes Verhalten zu studieren. …
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