Der Weißkittel hob eine Augenbraue und blickte um die Ecke, bis er Lena entdeckte. Dann hob er beide Schultern. „Tut mir leid, Mann. Aber ich kann hier niemanden reinlassen. Sie müssen das verstehen.“ -
„Was ist denn da zu verstehen?“ Benjamin war aufgebracht. „Sie braucht Hilfe und zwar schnellstens!“ -
„Aber heute kommt hier niemand mehr rein, haben sie mich nicht verstanden?“ -
Als sich der Weißkittel abwandte, griff Ben wieder zu dem Stuhl. „Wenn sie uns nicht hineinlassen, dann werde ich sie eben hereinschleifen!“ Erneut hämmerte er gegen die Glasscheibe. -
„Aufhören!!! Sie verstehen nicht! Es gibt nichts, was wir für ihre Freundin tun könnten!“-
„Aber sie versuchen es ja nicht einmal!“-
„Gehen sie verdammt noch mal von der Tür weg!“ -
Benjamin fuhr zusammen, als sich ihm von hinten plötzlich eine Hand auf die Schulter legte. „Hey Ben, ich brauche keine Hilfe!“ Lenas kratzige Stimme wirkte paradoxerweise auch irgendwie zart und unendlich süß. -
„Bringen sie das Ding von der Tür weg!“, schrie der Weißkittel. Von irgendwoher zog er mit einem Mal eine doppelläufige Schrotflinte. Wahrscheinlich hatte er sie die ganze Zeit über um die Wandecke herum außerhalb von Bens Sichtfeld gehalten. Jetzt hatte er das Gewehr angelegt und zielte durch die Glasöffnung. „Verschwinden sie und nehmen sie gefälligst ihre Freundin mit.“ -
Ben starrte dem Mann fassungslos ins Gesicht, wich aber ebenso vor Lena zurück. „Ich hatte gesagt, du sollst auf diesem verdammten Sofa bleiben.“ Seine Stimme überschlug sich mehrfach. -
„Aber mir fehlt nichts, Ben.“ -
„Das glaube ich nicht!“ Er wich weiter Richtung Ausgangstür zurück. Hatte diese schon fasst erreicht.
„Mann“, rief der Weißkittel ihm nach, „wenn sie nicht auf der Stelle ihren Rotschopf hier mitnehmen, puste ich ihr in den nächsten fünfzehn Sekunden das Licht aus!“ -
Als Lena sich anschickte, zu ihm zu gehen, wich Ben noch einen Schritt zurück. „Das wagen sie nicht! Das verstößt gegen ihren Hippokratischen Eid“, rief er. -
Benjamin hörte, wie der Weißkittel das Gewehr entsicherte. „Würden sie's darauf ankommen lassen?“ -
Lena blickte Ben ungläubig in die Augen. „Was ist denn los mit dir? Ich bin's doch. Bitte, Benjamin.“ …
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