Und das alles begann in der Zeit, als Dirk für drei Jahre nach Italien versetzt wurde. Regelmäßig musste er nach Deutschland in die Zentrale und jedes Mal kam er erschöpft, blass und übernächtigt zurück. Oft reichte die Zeit für ihn nicht aus, um sich zu erholen bevor er schon wieder nach good old Germany unterwegs sein musste.
Vera war beschäftigt mit ihren Pflichten als Gastgeberin, liebte das Meer, die Sonne und auch den müden Dirk, der ihr immer neu versprach, dass es nie eine andere geben würde. Gab es aber schon, seit drei Jahren. Siebzehn Jahre jünger als Vera, verheiratet mit einem alten Mann, dem ein großes Porzellanwarengeschäft im Hessischen gehörte. Auch er durfte von dieser Beziehung natürlich nichts erfahren.
Und dann hieß es heim ins Vaterland und zwar in die Lüneburger Heide. Und hier brach Veras heile Welt zusammen. Nichts ging mehr, selbst Lügen mochte der schöne Dirk nicht mehr, denn seine Zweitfrau war schwanger!
Vera erteilte ihm Hausverbot, war zornig und wütend, und so kam sie zu mir. In ihrem Zorn war sie dezent und kontrolliert und dennoch eine richtige Frohnatur.
Während sie mir all das erzählte, spielten meine Gedanken `wilder Affe`, das heißt, sie sprangen von Baum zu Baum und von Ast zu Ast. Ich hörte zu, fragte und beobachtete und dachte: was will diese Frau, die kann mir doch nicht glaubhaft erzählen, dass sie einen ganz normalen Mann sucht, nachdem sie so gelebt hat. Solche Männer, wie in ihrem bisherigen Leben, gibt es hier recht selten.
Er muss nicht gut aussehen, nicht reich aber auch nicht arm sein, intelligent sollte er sein, vielfältige Interessen haben und alles andere würde sich ergeben. Wenn das so einfach wäre. Interessante und tolle, auch wohlhabende Männer gibt es hier in meiner Partnervermittlung schon, aber die Lüneburger Heide ist nicht München und erst recht nicht Italien.
Während unseres Gespräches machte der schöne Dirk sein unberechtigtes Interesse an ihrer Abwesenheit geltend. Dreimal war Vera nett, freundlich und unnahbar und auch dreimal vertröstete sie Timmi mit: “Ich bin gleich wieder bei dir.”
Und dann wurde Vera ganz still, kramte unruhig in ihrer Riesentasche. Ich dachte, ich hätte sie verletzt aber dann erkannte ich schnell die Symptome. Sie kramte nach dem, was ich immer zur ersten Hilfe in meinem Schreibtisch bereit habe: Papiertaschentücher. …
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